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Stand: 08.01.2013

Pressemitteilung

Senioren lassen mit Spaß und Ehrgeiz die Kugel rollen

KegelgruppeBildunterzeile: Die Kugel rollt. Kegeln an der mobilen Bahn, die den Senioren auch das Kegeln im Sitzen ermöglicht, gehört zu den liebsten Beschäftigungen der Bewohner des Altenzentrums Maria Rosenberg.

“Alle Neune“:  Applaus brandet auf im Caritas-Altenzentrum Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben. Gerade sind alle neun Kegel umgefallen. Das gibt reichlich Punkte im wöchentlichen Kegelwettbewerb der Senioren. Seit das Altenzentrum eine Kegelbahn aus Holz besitzt, die es den Senioren ermöglicht, auch im Sitzen zu kegeln, gehört der wöchentliche Kegelbetrieb zu den bevorzugten Freizeitbeschäftigungen vieler Bewohner.

Zur Freude von Einrichtungsleiter Thomas Matz, der die Bahn gekauft und damit im positiven Sinne mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat. „Gebaut haben diese Anlage Senioren, die anderen Senioren eine Freude machen wollen“, erzählt Matz. Als er die 45 Zentimeter hohe Kegelbahn entdeckte, wusste er gleich: „Das ist was für unsere Senioren“. Er behielt Recht. Die Begeisterung ist riesig. Mindestens einmal pro Woche treffen sich die kegelbegeisterten Senioren zum sportlichen Wettkampf.

Willi Kennel, einer der kegelbegeisterten Senioren, hat zur Freude des Einrichtungsleiters die Verantwortung übernommen, dass die Bahn in den großen Raum kommt und aufgebaut wird. Die einzelnen Bahnelemente, die zusammengesteckt werden, so dass die Länge der Bahn variiert werden kann, sind mobil zu transportieren. Rollen an der Unterseite machen ihren Transport auch durch die Senioren möglich. Die Bahn kann bis zu einer Länge von fünf Metern aufgebaut werden. Und sie bietet Möglichkeiten, den Schwierigkeitsgrad des Spiels zu steigern. Schikanen können eingebaut werden.

Neben Willi Kennel sorgen auch Ludwig Laux und Lucia Wittenberg dafür, dass die Senioren mit Spaß und mit sportlichem Ehrgeiz zum Kegelwettbewerb antreten. „Oh ja, die nehmen den Wettbewerb schon sehr ernst“, weiß Christoph Prost, der Sozialdienstleiter des Altenzentrums. Dass die Senioren, die im Schnitt auf Ende 80 zugehen, mit Konzentration, Spaß und Ehrgeiz an die Bahn gehen, freut Prost und den Einrichtungsleiter. Durch das Spiel bleiben die Senioren körperlich und geistig fit, unterstreicht Thomas Matz. Die Kugel zu halten und zu werfen, trainiere auf spielerische Weise die Schulter- und Armmuskulatur. Dass die Kugel, die leicht und gut zu greifen ist, gehalten und geworfen werden muss, die Kegel aufzustellen sind, trainiert die Feinmotorik der Hände.

Die aus Holz gefertigte Bahn anfassen, die Kegel in Händen zu halten, das Rollen der Kugel und die fallenden Kegel scheppern zu hören, spricht viele Sinne an. Tast- und Hörsinn werden beansprucht. Auch das soziale Miteinander wird gestärkt. Bei allem sportlichen Ehrgeiz, werden die guten Leistungen der Konkurrenten gewürdigt. „Oh mein lieber Freund“, heißt es anerkennend, als im ersten Wurf sieben Kegel fallen und  der Kegelfreund die Chance auf „Alle Neune“ hat.

Lucia Wittenberg, die die Ergebnislisten akkurat führt, gibt das Spiel erst frei, als wirklich alle angekündigten 20 Teilnehmer für den Wettbewerb an diesem Tag im Raum sind. „Wir fangen an, wenn alle da sind“, macht sie deutlich, dass jeder der mitspielen möchte, auch die Möglichkeit dazu bekommt. Bis alle Senioren ins Kegelzimmer begleitet sind, nimmt das auf Mitarbeiterseite auch Zeit in Anspruch.

Dass Motorik und Sinne geschult werden, interessiert die Senioren nicht. Es geht um den Spaß und den sportlichen Ehrgeiz. Drei Wurf hat jeder Teilnehmer pro Durchgang. Die Zahl der gefallenen Kegel wird addiert und von Lucia Wittenberg fein säuberlich notiert. Schließlich gilt es am Ende des Wettkampfes, den Tagessieger zu küren.

Rund um die Bahn sitzen die Senioren. Wer kann, steht auf, läuft zur Bahn, wirft im Stehen. Wer Hilfe beim Gehen benötigt, bekommt sie. An diesem Wettkampftag hat Monika Gilbrecht Dienst. Sie sorgt auch dafür, dass die Senioren bei schweißtreibenden Temperaturen und körperlicher Anstrengung, der sie sich unterziehen, ausreichend trinken. Es gibt Bretzeln und natürlich Musik. Denn mit Musik geht bekanntlich alles leichter, auch das Kegeln. Ein großer Vorteil der Bahn ist die Barrierefreiheit. Wer auf den Rollstuhl angewiesen ist, kann problemlos an die Bahn rollen und seine Würfe absolvieren.

Spieler um Spieler wird aufgerufen, Wurf um Wurf getätigt. Es klackert die Kugel, es scheppern die fallenden Kegel, es wird gejubelt und getröstet, wenn die Kegel mal nicht so fallen, wie sie sollen. Der Spaß am Spiel ist unverkennbar. Wieviel Freude die Bewohner bei der Sache haben, das erfahren Matz und Prost auch immer dann, wenn gefragt wird, ob nicht außerhalb des wöchentlichen Kegeltermins die Bahn aufgestellt werden könne. Natürlich heißt es dann „Ja“ und Willi Kennel stellt die Bahn auf.  

Text und Bild: Andrea Daum
Herausgegeben: Caritasverband für die Diözese Speyer