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Stand: 08.01.2013

Pressemitteilung

„Um viele Erfahrungen reicher“

Die Jugendlichen spielen eine Szene: Morgens im Altenheim.

Der Speisesaal im Caritas-Altenzentrum Maria Rosenberg in Waldfischbach war am Sonntag, 26. Mai, mehr als gut gefüllt. Keiner der Bewohner ließ sich die Aufführung der Kinder und Jugendlichen entgehen, die von Donnerstagabend, 23. Mai, bis Sonntag, 26. Mai, in der Einrichtung zu Gast waren. Ihr Projekt bei der 72-Stunden-Aktion des BDKJ: ein selbstverfasstes Theaterstück zum Thema "Ein Tag im Leben eines Bewohners im Altenheim".

Insgesamt 30 Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 16 Jahren hatten sich für die 72-Stunden-Aktion gemeldet. In ihren Heimatpfarreien sind die Jungen und Mädchen als Messdiener und Pfadfinder aktiv. Am Donnerstag um 17.07 Uhr wurde ihr Projekt bekanntgegeben: eine nicht ganz einfache Aufgabe hatten sie bis Sonntagnachmittag zu lösen. Es galt, Bewohner im Altenzentrum zu ihrem Tagesablauf und ihren Aktivitäten  zu interviewen. Die älteren Teilnehmer hatten die Aufgabe, aus den gesammelten Informationen ein Theaterstück zu schreiben, das den Zuschauern vermittelt, wie ein Tag im Altenheim aussieht.

Die Messdiener lernten die Bewohner und ihren Alltag kennen.

"Die Interviews stellten für die Kinder und Jugendlichen eine Herausforderung dar", berichtete Caritas-Mitarbeiterin Marie Blechschmidt, die als Referentin für youngcaritas die Aktion im Altenzentrum in Waldfischbach begleitet hatte. Denn altersbedingt gaben die Bewohner nach ihrer eigenen, teils auch eingeschränkten, Wahrnehmung ihre Eindrücke, ihre Erfahrungen, ihre Erlebnisse wider. "Die Kinder sind teilweise an ihre Grenzen gestoßen. Sie konnten diese durch ein bisschen Hilfestellung jedoch schnell überwinden", hatte die Referentin beobachtet. 

Die älteren Teilnehmer schrieben im Anschluss daran auf, was ihnen die Jüngeren aus den Interviews berichteten. Das Theaterstück beschrieb den Tagesanfang mit dem Wecken der Bewohner durch die Mitarbeiterin, das gemeinsame Frühstück und die Gemeinschaft der Bewohner. Immer wieder sorgten Jungen und Mädchen aus der Messdiener-Gruppe für musikalische Unterhaltung. Zum Abschluss nahmen alle Beteiligten den herzlichen Applaus der Zuschauer entgegen sowie den Dank von Christoph Prost, dem Leiter des Sozialdienstes in Maria Rosenberg.

Beim Abschluss sind alle Teilnehmer der 72-Stunden-Aktion und Sozialdienstleiter Christoph Prost auf der Bühne.

Für die Kinder und Jugendlichen stellten die verbrachten Stunden im Altenzentrum dennoch eine Bereicherung dar: "Sie haben die Vielfalt der Bewohner kennengelernt und ein realistisches Bild von der Einrichtung mitgenommen." So war auch die Resonanz auf die Erlebnisse während der 72-Stunden-Aktion gemischt. "Einige Kinder und Jugendliche würden gerne auch nach der Aktion noch die Bewohner besuchen", freute sich Marie Blechschmidt über die positive Resonanz, dass  die Jungen und Mädchen Interesse zeigten und von einer "tollen Erfahrung" sprachen.

Während der Aktion wurden die Kinder und Jugendlichen im Altenzentrum dankenswerterweise unterstützt und mit Speisen und Getränken versorgt. Die Skepsis der Einrichtung, inwieweit die 72-Stunden-Aktion im Altenzentrum integriert werden könne, sei schnell verflogen. "Letztlich ist alles gut verlaufen", konnte die Caritas-Referentin eine positive Bilanz ziehen. Und die Senioren freuten sich über die jungen Besucher: "Schön, dass Leben in der Bude ist", lautete ein Kommentar, der jedoch auch mit Erleichterung verbunden war, als die Aktion zu Ende war und im Haus wieder Ruhe einkehrte.

Text und Bilder: Caritasverband für die Diözese Speyer