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Stand: 08.01.2013

Pressemitteilung

Würdevolle Betreuung in den letzten Lebenstagen

KooperationsvereinbarungBesiegeln die Zusammenarbeit: Domkapitular Ludwig Hundemer, Vorsitzender des Caritaverbandes der Diözese Speyer (rechts), Anita Stuppy, Koordinatorin des Ambulanten Dienstes Südwestpfalz, und Thomas Matz, Leiter des Caritas-Altenzentrums Maria Rosenberg. Christiane Magin

Schwerstkranke und sterbende Menschen bis zum Schluss würdevoll begleiten und deren Angehörige unterstützen -  Diesen Anliegen tragen das Caritas-Altenzentrum Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben und der Ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Südwestpfalz gemeinsam Rechnung. Die funktionierende Zusammenarbeit in diesem wichtigen Bereich wurde durch den Abschluss eines Kooperationsvertrages bekräftigt.

Durch den Abschluss des Kooperationsvertrages wurde eine bisher bereits sehr gut funktionierende Zusammenarbeit in eine verbindliche Kooperation gegossen. Ziel ist, dass alle Beteiligten auch künftig Rechtssicherheit haben, erklärte der Vorsitzende des Caritaverbandes der Diözese Speyer, Domkapitular Ludwig Hundemer, bei der Unterzeichnung des Vertrages. Hundemer, Thomas Matz, der Leiter des Caritas-Altenzentrums, und Anita Stuppy, die Koordinatorin des Ambulanten Dienstes Südwestpfalz, besiegelten mit ihren Unterschriften formal die Zusammenarbeit für die Zukunft. Es seien die rechtlichen Rahmenbedingungen für die weitere Zusammenarbeit geschaffen worden, sagte Matz vor dem Hintergrund, dass gesetzliche Regelungen, auch beim Hospiz- und Palliativgesetz immer wieder Änderungen unterliegen können.

Der entscheidende Punkt bei der Zusammenarbeit sei, dass den schwerstkranken und sterbenden Bewohnern des Caritas-Altenzentrums Maria Rosenberg eine würdevolle Begleitung in den letzten Lebenstagen, ein Abschied in Würde  ermöglicht werde. "Wir können eine würdevolle Betreuung in den letzten Lebenstagen eines Menschen gewährleisten", unterstreicht Matz und freut sich, dass dies auch über ehrenamtliche Helfer möglich wird.

Dank der Zusammenarbeit gelinge es, die Zeitverzögerungen so gering wie möglich zu halten, dem Patienten so schnell wie möglich die palliative Versorgung zukommen zu lassen. Zwischen den Kooperationspartnern gibt es Fallbesprechungen, bei denen genau abgestimmt wird, wie vorgegangen wird. Dabei wird auch versucht, sofort die Brücke zum behandelnden Hausarzt zu schlagen und es gibt Kontakt zu Palliativ-Medizinern. "Der Mensch bekommt die schnellste und optimalste Versorgung, die wir bieten können", betont Matz. Dass auch die  Angehörigen der schwerstkranken Menschen durch die Begleitung Hilfe erfahren, ist ein weiteres Plus des Versorgungsangebotes.

Für diese Hilfe sorgen die Mitarbeiter des ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienstes Südwestpfalz. Drei hauptamtliche Mitarbeiter, eine vierte Teilzeitstelle soll jetzt besetzt werden, und 54 ehrenamtliche Mitarbeiter, die intensiv geschult sind, übernehmen diese Aufgabe, erläutert Anita Stuppy. Sie selbst ist seit 1996 in der Hospizarbeit tätig und froh über die Entwicklung, die es in den vergangenen Jahrzehnten zum Wohl der Patienten in diesem Bereich gegeben hat. Auch sie sieht die Vorteile der Kooperation. Klare Strukturen, die Ansprechpartner stehen fest. Das ermögliche den ehrenamtlichen Begleitern, sich auf das zu konzentrieren, was ihnen wichtig ist, den Menschen ein gutes ambulantes Hospizangebot zu unterbreiten, sie palliativ zu begleiten und den Angehörigen die Gewissheit zu vermitteln, dass der Patient optimal betreut ist.

200 Beratungen habe der Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Südwestpfalz im vergangenen Jahr vorgenommen, zeigte Stuppy den Bedarf an ambulanter Palliativarbeit in der Region auf. Daraus ergaben sich 150 Begleitungen von Patienten, die im vergangenen Jahr mit dem Tode des Patienten endeten. 30 Begleitungen, die aus diesen Beratungen resultieren, laufen noch.

 

Herausgegeben: Caritasverband für die Diözese Speyer

Text: Andrea Daum / Foto: Christiane Magin